TAF Deutsche Meisterschaft Jumpstyle – Wir brauchen Bass, Bass!

Am 18. Juni 2016 war es endlich soweit! Nachdem die TAF Deutsche Meisterschaften Jumpstyle bereits 2014 Station in Oberhausen gemacht hatte, kam sie an diesem Samstag mit voller Power zurück. Bereits Wochen vorher konnte man absehen, dass auch die Tänzerinnen und Tänzer die Meisterschaften kaum erwarten konnten. Die Zahl der Meldungen wuchs und wuchs und endete schließlich bei einem neuen Teilnehmerrekord von über 400 Starts.

 

Die Tänzerinnen und Tänzer sowie ihre Familien, Freunde und Schlachtenbummler hatten sich zum Teil sehr früh am Morgen auf den Weg nach Oberhausen gemacht. Pünktlich zum Start des Turniertags waren die Tribünen voller Menschen: Tänzerinnen und Tänzer, Familien, Freunde und andere Schlachtenbummlern ‚wuselten‘ umher und brachten viel Farbe und vor allem Stimmung in die Sporthalle.

 

Der Tag bot allen Anwesenden eine Menge an Highlights. Insgesamt wurden an diesem Samstag 15 Turniere in den Kategorien Solos, Duos, Gruppen und Formationen durchgeführt. Dabei durften die Kleinsten sowie die Erwachsenen den Boden zum Beben bringen. Zum ersten Mal auf einer Meisterschaft nahmen nämlich auch Gruppen und Formationen in der Hauptgruppe 2 teil. Supervisorin Kerstin Albrecht ließ es sich nicht nehmen dieses Highlight persönlich anzukündigen. Als die Tänzerinnen und Tänzer, die zum Teil älter als 40 Jahren sind, die Fläche betraten wurden sie frenetisch begrüßt. Allerdings war das nichts im Vergleich zu dem Applaus der nach der Performance aufkam! Die Begeisterung aller Anwesenden sowie die Freude der Tänzer bereitete Gänsehaut und zählte wohl mit zu den schönsten Augenblicken an diesem Tag.

 

Die Stimmung in der Halle kann man durchgehend als hervorragend bezeichnen. Die Kleinsten wurden genauso gefeiert wie die Großen – egal ob im Solo, Duo, in den Gruppen oder Formationen. Immer war es laut auf den Tribünen (was auf Grund des Basses auch notwendig war), immer wurde gejubelt und sich gegenseitig angefeuert. Die Jumpstyler zeigen, wie es sein sollte: Leistungen werden gebührend gefeiert, egal ob die Tänzer von der eigenen oder einer anderen Institution kommen, und die Tänzer aus der eigenen Tanzschule oder dem eigenen Verein werden durch den Jubel zu Höchstleistungen angefeuert. In den Solos der Hauptgruppe ist es auch gang und gebe in der letzten Kamikaze Runde in einer Reihe gemeinsam den Grundschritt zu tanzen. So schaffen die Jumpstyler immer und immer besondere Momente.

 

Die Note für die Stimmung ist nur noch durch die Leistungen der Tänzerinnen und Tänzer zu überbieten. Die Kleinsten jumpen und kicken bereits, was das Zeug hält und die Großen zeigen ihre Moves in Perfektion. Besonders bei den Gruppen und den Formationen staunt der Zuschauer immer wieder über die Synchronität und die gelungenen Bilder – und das mit bis zu 23 Tänzerinnen und Tänzer verschiedener Altersklassen.

Als am späten Nachmittag die Finals begannen, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Nach und nach wurden die Deutschen Meister in den Solos Boys und Girls, den Duos, den Gruppen und ganz zum Schluss der Formationen der Hauptgruppe ausgetanzt. Letztere waren zu Beginn der Vorrunde zu acht. Nach Auswertung der Wertungen dieser Runde war allerdings schnell klar, dass sie auch zu acht ins Finale einziehen würden, da das Feld so nah aneinander lag. Entsprechend ging es dann zum Schluss noch einmal richtig zur Sache: Der Bass wurde noch einmal so richtig aufgedreht, die Beine in die Luft geschwungen als wäre es nichts. Letztendlich konnte sich die Formation Jumppagner aus Georgsmarienhütte durchsetzen und den Wanderpokal entgegennehmen.

 

Der einzige Teilnehmer aus NRW kam im Übrigen von uns :). Jesse Liehr startete in den Solos Boys der Hauptgruppe und konnte sich dort in einem starken Feld bis auf Platz 15 vortanzen.

 

Am Ende des Tages, als alle Sieger gekürt und alle Pokale vergeben waren, verließen die Tänzerinnen und Tänzer und ihre Schlachtenbummler fröhlich und mit vielen tollen Erinnerungen die Sporthalle und machten sich wieder auf den Weg in die Heimat.

 

Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken: Tänzerinnen und Tänzer, Schlachtenbummler, Supervisor und Wertungsrichtern. Aber das größte Dankeschön geht an Sebastian Schaefer, der zum Schluss seiner Amtszeit als Jugendwart noch sein Meisterstück mit diesem Turnier ablieferte, sowie an das Team von Helfern, die diesen Tag erst möglich gemacht haben.